Denkmäler 2017-06-07T21:34:47+00:00

Denkmäler

Historische Radtouren

Eine geschichtliche Fahrradtour durch Reken

Mit Beginn des Christentums wurde das Kreuz ein besonderes Symbol des Glaubens an den einen Gott. Kreuze und Bildstöcke wurden als Zeichen der Hoffnung und des Heils aufgestellt. Die zahlreich in Reken vorhandenen Segenskapellen, Bildstöcke und Wegkreuze sind heute auch Zeichen der religiösen Gesinnung der Rekener Bevölkerung. Jedes dieser Mahnmale und Bauwerke hat auch eine Geschichte. Hierüber kann der Radwanderer bei der hier ausgearbeiteten geschichtlichen Fahrradtour durch Reken mehr erfahren.

Kapelle Surkstamm
war 1904 an der Einmündung des heutigen Kapellenweges in den Surkstamm von der Nachbarschaft Surkstamm für die Fronleichnamsprozession errichtet worden. Wegen eines notwendigen Straßenausbaus musste sie 1976 abgerissen und zunächst durch ein Sandsteinkreuz ersetzt werden. Rechtzeitig zur 100-Jahr-Feier der Nachbarschaft im Jahr 1999 konnte in nachbarschaftlicher Eigenleistung eine neue Kapelle errichtet werden.

Kapelle Oberdorf
wurde ebenfalls 1904 errichtet und gleicht dem Baustil der ehemaligen Kapelle Surkstamm. Auch hier führt die alljährliche Fronleichnamsprozession vorbei und die Teilnehmer erhalten an dieser Station den christlichen Segen. Unterhalten und geschmückt wird die Kapelle von der Oberdörfer Nachbarschaft.

Kapelle Pläckerhok
steht im Kreuzungsbereich Lindenweg/Steinstraße/Pläckerweg, früher als alter Borkener/Halterner Landweg bekannt. Dort wurde 1886 als Bildstock eine Marien-Statue aufgestellt, die als Segensstätte galt. Sie kostete der Nachbarschaft Pläckerhok seinerzeit einen 10 Pfund schweren Schinken, zehn trockene Mettwürste und zusätzlich 10 Taler. 1929 errichtete die Pläckerhoker Nachbarschaft die jetzige Segenskapelle, die heute ebenfalls als eine Station für die Fronleichnamsprozession dient.

Lammersmanns Kreuz
befindet sich auf der höchsten Erhebung Rekens, dem Melchenberg. 1967 wurde es von der Familie Lammersmann errichtet, als der Sohn Albert in den Orden der Franziskaner eingetreten war.

Hofkreuz Bollengraven-Sicking
steht etwas abseits des Wirtschaftsweges Bollengraben am Gehöft Josef Sicking (Bollengraben 10). 1934 wurde es nach dem Tode des im kalten Winter verstorbenen Hofbesitzers Brüggemann von der Witwe Brüggemann geb. Bollengraven errichtet. Die Inschrift lautet: „Oh Jesus Heiland bitte du – das Gott uns gebe Fried´ und Ruh – und Schutz und Trost in trüber Zeit – Ein Wiedersehen in Ewigkeit.“

Kapelle Heltweg
erbaut 1995 von der Nachbarschaft Heltweg/-Papendyk unter Beteiligung der Akademie des Handwerks in Raesfeld und unter Mithilfe Rekener Unternehmen und Handwerker. Die restaurierte Marien-Statue stammt aus dem ehemaligen Krankenhaus St. Ludgerus. Die Kapelle wurde als Ort der Stille und des Gebetes geschaffen.

Hofkreuz Hummert
befindet sich an der Einfahrt zum Gehöft Hummert (Terheide), Preinhok 12. Es wurde im Jahr 1953 erbaut und führt auf der Vorderseite die Inschrift: „Wanderer geht´ nicht vorbei – ohne dass Jesus gegrüßet sei.“ Gewidmet wurde es den Eheleuten Terheide – errichtet von den Eheleuten Anton Hummert.

Waldkapelle (Eremitage)
Den historischen Aufzeichnungen nach soll es zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Nähe der heutigen Waldkapelle eine Quelle gegeben haben, von der viele Heilungen bekannt wurden. Eremiten bauten kurze Zeit später zunächst ein kleines Heiligen-Häuschen, das dann im Laufe der Jahrhunderte weiter ausgebaut und als „Brunnenkapelle“ bekannt wurde. Alljährlich gibt es unter den Rekener Christen noch die sogenannte „Brunnenprozession“ zu dem heute als Waldkapelle oder auch als Eremitage im Volksmund bekannten Gebetsort. Die Waldkapelle ist immer noch Ziel vieler Wanderer und Pilger, die der „Schmerzhaften Mutter“ ihre Sorgen vortragen.

Hofkreuz Schulze Tenbohlen
im Sandheck, und zwar direkt am Einmündungsbereich der Straße Coesfeld/Maria Veen. Errichtet wurde es 1914 mit der Fürbitte, dass der einzige Sohn des Hofes Schulze Tenbohlen den Ersten Weltkrieg lebend überstehen möge.

Kreuz Reha-Zentrum (Benediktushof)
an der Einmündung der Poststraße in die Straße Am Kloster, seitlich etwas versetzt zum Kriegerehrenmal Maria Veen. Gestaltet wurde es von Drechslermeister Droste im Jahre 1945. Droste war damals Ausbildungmeister im Benediktushof.

Statue Hl. Bernardus
am alten Hauptzugang zum heutigen Benediktushof aufgestellt, wird häufig wegen ihres Standortes verwechselt mit dem hl. Benedikt. Der hl. Bernardus (Ordensstifter der Trappisten) ist der Namensgeber des früheren Bernardushofes, der 1902 gegenüber des jetzigen Benediktushofes als sogenannte Trinkerheilanstalt von den Trappisten erbaut wurde. Dieser Orden betreute damals die in unmittelbarer Nähe liegende Arbeiterkolonie Maria Veen. 1915 wurde dann das heutige (alte) Gebäude des Benediktushofes gebaut, ein Baukomplex, der seinerzeit noch den Namen Bernardushof II führte. Während dieser Zeit wurde auch die Bernardus-Statue an der jetzigen Stelle aufgestellt.

Hofkreuz Köhne-Nottelmann
am Weg Berge unweit der Zufahrt zur Reithalle. Es wurde zum Gedenken an den ermordeten Hofbesitzer errichtet. Die Inschrift auf dem hinteren Teil des Sockels lautet: „Im Jahre 1822 wurde Wilh. Köhne auf dem Weg nach Rhede ermordet. Zur Erinnerung dieses Kreuz.“

Hofkreuz Schulze-Holthausen
wurde 1946 errichtet von den damaligen Eheleuten des Schulzenhofes (Klemens und Christine Schulze-Holthausen). Der Grund hierfür war religiöse Dankbarkeit, dass der alte Hof (heute Neue Mitte/Schultenhoff) bei den Bombenangriffen der Alliierten auf Groß Reken im März 1945 nicht zerstört worden war. Zudem hatten alle Familienangehörigen, darunter auch die beiden Söhne als Soldaten, den Zweiten Weltkrieg lebend überstanden. Hierfür bezeichnend ist auch die Inschrift auf dem Sockel des Hofkreuzes: „Er ist unser Friede“.

Harrier-Denkmal
Im Schatten der alten Wehrkirche St. Simon und Judas steht ein großer Findling mit einem Bronze-Bildnis von Pfarrer Hermann Harrier. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit war sein Wirken als „Pionier von Groß Reken“ von 1869 bis zu seinem Tode 1920 die Grundlage für die Entwicklung und den Fortschritt in Reken. Die Moorkultivierung und damit verbunden die Gründung der Arbeiterkolonie Maria Veens, das Düngen der Ackerböden mit dem neuen Kunstdünger, die Entwässerung der Wiesen und Weiden oder gar die Anlage von Obstwiesen sind auf seine Initiativen zurückzuführen. 1960 errichtete der Rekener Heimatverein in Erinnerung an diese segensreiche Arbeit das heutige Harrier-Denkmal.

Kriegerehrenmal Maria Veen
wurde 1952 auf Initiative des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Middelbauerschaft Maria Veen errichtet. Durch eine vorausgegangene Haussammlung war diese Gedenkstätte für die Opfer beider Weltkriege finanziert worden.

Hofkreuz Fragemann
wurde aus Anlass der Silberhochzeit der Eheleute Heinrich und Ida Fragemann im Jahre 1983 neu errichtet. In un-mittelbarer Nähe hatte an diesem Weg bis 1954 ein Kreuz gestanden. Dort soll angeblich 1813 ein Mädchen von der Armee Napoleons erschossen worden sein.

Kriegerehrenmal Hülsten
wurde zunächst 1893 als einfaches Wegkreuz errichtet. 1924 beschloss der Allgemeine Bürgerschützenverein Hülsten, dieses Kreuz als Kriegerehrenmal umzufunktionieren. An beiden Seiten des Kreuzes wurden Gedenktafeln mit den Namen der Opfer beider Weltkriege aus Hülsten aufgestellt.

Kapelle Maria Königin Hülsten
an der Kreisstraße im Boom war in früheren Jahren (ab 1910) die alte Volksschule für die damals noch selbständige Gemeinde Hülsten. Nachdem Anfang der 50er Jahre auf dem Schulberg oberhalb der heutigen Kapelle ein neues Schulgebäude gebaut worden war, einigten sich die Hülstener Bürger darauf, das Gebäude als Kapelle auszubauen. Ein Kapellenverein wurde gegründet. 1985 erfolgte unter Mithilfe der politischen Gemeinde eine grundlegende Restaurierung und Umgestaltung. Die Kapelle erhielt den Namen „Maria Königin“. Sie wird von der Pfarrei St. Marien in Maria Veen betreut und ist heute religiöser Mittelpunkt Hülstens.

Tungerloh-Kapelle Surendorf
Im Surendarp, am alten Landweg nach Haltern, steht heute die 1988 von der Nachbarschaft Surendorf neu errichtete Tungerloh-Kapelle. Es lässt sich nachweisen, dass die jährliche Tungerloh-Prozession – ein zweitägiger Fußmarsch von Tungerloh-Kapellen (Gescher) bis zum Annaberg nach Haltern und zurück – erstmals 1556 durch die Bauerschaft Surendorf führte und an der dort vorhandenen, alten Kapelle zum Gebet anhielt. Auch heute noch führt die alljährliche Tungerloh-Prozession an dieser Kapelle vorbei.

Kapelle Weskerhok
wurde anlässlich der 100-Jahr-Feier der Nachbarschaft Weskerhok erbaut. Der Pfarrer der Kirchengemeinde St. Elisabeth Bahnhof Reken (Peter Schneiders) stiftete seinerzeit die Marien-Statue, die nach einer langen Irrfahrt nunmehr ein endgültiges Domizil in der Weskerhok-Kapelle gefunden hat.

Hofkreuz Vaut
dieses Kreuz steht am Hofeingang des landwirtschaftlichen Gehöftes von Karl Vaut auf dem Klein Rekener Gevelsberg. Vorher hat es am Pastorat in Klein Reken gestanden. Bei der Aussiedlung des Gehöftes Vaut im Jahre 1961 wurde es zur neuen Hofstelle mitgenommen.

Fatima-Kapelle im Böckeboom
wurde von der dortigen Nachbarschaft errichtet. Anlass für den Bau war die Schenkung einer Fatima-Madonna. Die Einweihung der Kapelle erfolgte 1975. Jährlich werden hier Maiandachten abgehalten.

Hofkreuz Specking
Dieses Kreuz steht in der Hohen Mark/Specking auf der Grenze zwischen Reken und Dorsten-Lembeck. Wann und aus welchem Grunde es errichtet wurde, ist nicht bekannt. Nach Auskunft der dort Wohnenden hat dieses Kreuz schon immer dort gestanden und gilt seit jeher als „Allgemeingut“ der Speckinger Bauern. 1959 hat dieses Wegkreuz einen neuen Korpus erhalten.

Kreuz Humberg
steht nicht mehr auf Rekener Gebiet, hat aber eine besondere historische Bedeutung. Unweit des Speckinger Hofkreuzes steht unscheinbar am Weg ein teilweise schon sehr verwittertes Kreuz. Es wurde errichtet zum Gedenken an den Soldaten Bernhard Humberg. Er hatte Urlaub bekommen und war trotz klirrender Kälte – und Warnung seiner Kameraden – zu Fuß auf dem Weg nach Klein Reken. Am Morgen des 5. Januar 1858 wurde er erfroren an dieser Stelle aufgefunden.

Kapelle St. Anna
am Weg zu den Gehöften Sengenhorst und Sträter in der Hohen Mark. Früher war dieser Weg, der in die Wohnsiedlung Hubertustal führt, der Wallfahrtsweg zum Annaberg nach Haltern. Die Steine für die Kapelle stammen aus der Klein Rekener Kirche. Alle 4 Jahre wird an dieser Stelle der Segen der Klein Rekener Fronleichnamsprozession erteilt.

Hofkreuz Besseling
steht heute an der alten Gaststätte Besseling an der Dorfstraße in Klein Reken. Vorher befand es sich in der Buttstegge am alten Landweg nach Lembeck. 1974 musste es einem Straßenneubau weichen. Die Familie Besseling hat es an dieser Stelle wieder aufgestellt und eine offene, kleine Kapelle darüber errichtet.

Kapelle Hubertustal
wurde 1995 in Eigenleistung der dortigen Nachbarschaft errichtet und dient als Segenskapelle für die Fronleichnamsprozession. Das Innere zieren zwei Holzfiguren – St. Hubertus und eine Pietà – gestiftet von Bernhard Dahlhaus. Um die Verbindung zur St. Antonius-Kirche Klein Reken zu dokumentieren, wurde eine Sandsteinplatte aus dieser Kirche mit eingebaut.

Statue St. Antonius
– des Namensgebers der angrenzenden Wohnsiedlung – steht an der Halterner Straße, und zwar an der früheren Einfahrt zur Antoniusstraße. Die dortigen Bewohner haben diese Statue aus Billerbecker Sandstein beim Bau der Antoniussiedlung aufgestellt.

Kriegerehrenmal Klein Reken
Im Jahre 1930 wurde dieses Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges aus Klein Reken errichtet. Im Jahr 1965 neugestaltet, wurden im Sockel die Namen der gefallenen Soldaten beider Weltkriege aus Klein Reken eingemeißelt. Bei der Fronleichnamsprozession in diesem Ortsteil dient das Ehrenmal auch als Segensstätte.

Hofkreuz Wortmann
steht unweit des Kriegerehrenmals Klein Reken an der Einfahrt zum Hof Wortmann an der Dorfstraße. Es stand dort schon, als 1905 der Landwirt Wortmann den Hof Mecking übernahm. Leider sind Alter und Herkunft dieses Kreuzes nicht bekannt.

Vinzenz-Statue Vaut
In der letzten Kurve am Ortsausgang von Klein Reken nach Bahnhof Reken steht rechts vor dem Haus Vaut diese Statue. Auf der Rückseite ist eingraviert „1852 Joh. Hester“. Johann Hester war damals Mitglied im Kirchen-vorstand und sollte dort eine Antonius-Statue aufstellen. In Kevelar konnte er eine solche Statue nicht bekommen, worauf er eine Vinzenz-Statue mitbrachte.

Bildstock Heiming
Erreicht wird er durch einen Hohlweg, eben dem Alten Landweg, der in früheren Jahren, als es den Ortsteil Bahnhof Reken noch nicht gab, die Wegeverbindung von Klein Reken nach Groß Reken war. Der Bildstock wurde 1968 errichtet und stellt heute die 8. Station des Klein Rekener Kreuzweges dar. Vorher hatte dort ein offenes Heiligenhäuschen gestanden, welches jedoch in einem sehr schlechten Zustand war. Die sich darin befindliche Madonna aus dem 17. Jahrhundert steht heute restauriert in der Klein Rekener Pfarrkirche.

Kriegerehrenmal Bahnhof Reken
Auf Veranlassung der Schützenbruderschaft St. Hubertus wurde das Kriegerehrenmal Bahnhof Reken bei der Umgestaltung des sogenannten Gemeindedreiecks (Frankenstraße/Bahnhofstraße/Klein Rekener Weg) 1980 errichtet. Die Gedenktafeln für die Opfer der Weltkriege aus dem Ortsteil Bahnhof Reken befinden sich allerdings im Turm der St. Elisabeth-Kirche.

Hofkreuz Hake
stammt aus dem Jahre 1900 und ist der Überlieferung nach errichtet worden zur Erinnerung und als Mahnmal für zwei Kinder, die damals bei einem Brand auf dem Hofe ums Leben gekommen waren.

Hofkreuz Lütkebohmert
Dieses Hofkreuz, das in der Siedlung Telgerkamp am Wohnhaus Lütkebohmert (Putzmanns) sehr unscheinbar und mit Sträuchern überwachsen an der Straße steht, hat eine ganz besondere Geschichte: Im Jahre 1941 ließen die Nazis die Kreuze aus den Schulen entfernen. Aus Protest darüber stellte der damalige Hofbesitzer auf seiner Weide am Haus dieses Kreuz auf. Den Korpus stiftete Heinrich Jansen, ein Zentrums-Mann und Gegner der Nationalsozialisten. Der verwitterte Holzkorpus wurde 1988 durch einen Bronze-Korpus ersetzt.

Hofkreuz Löbbing
Vom Hof Lütkebohmert (Telgerkamp) führt nach etwa 100 Metern ein unbefestigter Weg rechts ab zum alten Pastorat und über den Hof Löbbing zur Ludgeristraße. An der Hofzufahrt ließ Hermann Löbbing (Ravenbuer) dieses Kreuz nach der Aussiedlung seines Hofes an der Straße nach Hülsten aufstellen.