Am Sonntag, den 21. September, wurde das Gelände rund um die St. Stephanuskirche in Hochmoor zur Bühne für ein ganz besonderes Fest: Die Lange Tafel im Pastoralen Raum Gescher–Reken–Velen lud Menschen aus allen drei Pfarreien ein, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen und gemeinsam Kirche zu erleben – ganz nach dem Motto: „Eingeladen zum Fest des Glaubens“.
Auch wenn das Wetter die Organisator:innen bis zuletzt zittern ließ, blieb es während der Veranstaltung trocken – wenn auch frisch. Doch die Stimmung war umso wärmer: Fröhlich, offen und voller Neugier begegneten sich die Teilnehmenden an liebevoll gedeckten Tischen und genossen die besondere Atmosphäre.
Den Auftakt des offiziellen Programms moderierte Christiane Hölscher, Koordinatorin des Pastoralen Raumes. Beim Kennenlernen ging es darum, herauszufinden, wofür es sich lohnt, auch mal über die eigene Pfarreigrenze hinauszuschauen. Neben Sehenswürdigkeiten wurden besonders liebgewonnene Gottesdienste und Angebote genannt – vom EvenMass am Sonntagabend bis zum Feierabendpilgern. Das schönste Argument lautete aber immer: „Weil dort nette Menschen wohnen.“
Ein echtes Highlight war die Greenscreen-Aktion, bei der man sich virtuell an einem Ort im Pastoralen Raum fotografieren lassen konnte – mit dem Ziel, diesen Ort bald auch „in echt“ zu besuchen. Eva Osterholt hatte hierfür Bilder von verschiedensten Orten gesammelt, die die Teilnehmenden so virtuell betreten konnten.
Beim Mittagsgebet, gestaltet von Monika Bödder und Pastoralreferentin Lena Glenz, wurde der Zug der Vögel zum inspirierenden Bild für das Leben im Pastoralen Raum: „Immer ist jemand an der Spitze, der den anderen Windschatten bietet – aber auch der Wechsel gehört dazu“, so Bödder. Musikalisch begleitet wurde das Gebet von den Mini- und Maxifinken unter der Leitung von Udo Nobis aus Reken.
Am Nachmittag ging es bunt und lebendig weiter: Der St. Stephanuschor aus Hochmoor sang aus seinem Repertoire, Jugendgruppenleiter aus unterschiedlichen Gruppierungen unseres Pastoralen Raumes sorgten gemeinsam für Spiel und Spaß mit Bubbleballs, Spielmobil und Gesellschaftsspielen.
Das Kleinkindergottesdienstteam aus Gescher lud Familien ein, Blumentöpfe zu gestalten und Blumen auszusäen – ein Symbol für Wachstum und Hoffnung.
Auch das Thema Engagement kam nicht zu kurz: Das Koordinierungsteam stellte die Samenkarten vor, die mit dem Slogan „Lass Kirche aufblühen“ dazu einladen, sich aktiv in die Gestaltung des Pastoralen Raumes einzubringen. Der Untertitel der Karte, „Zeit, über sich hinaus zu wachsen“, deutet auf ein Dreifaches: Die Karte selbst kann – möglichst nachdem der aufgedruckte QR-Code mit dem eigenen Handy gescannt wurde – eingepflanzt werden, sodass mit etwas Geduld wunderschöne Blumen daraus erwachsen können. Aber auch die Menschen sind eingeladen, mutig Neues zu wagen – und dabei über sich selbst und ihren Lebensraum hinaus zu wachsen, sodass perspektivisch auch das Leben im Pastoralen Raum wächst.
Dank der Kolpingsfamilie, vieler Kirchenvorstandsmitglieder und vor allem der Familie Kloster und zahlreicher Helfer:innen, die schon frühmorgens Tische und Bänke aufgestellt hatten, wurde der Tag zu einem rundum gelungenen Fest.
Lena Glenz, Pastoralreferentin in St. Heinrich Reken, brachte es am Ende auf den Punkt: „Das war nicht das letzte Zusammentreffen im Pastoralen Raum Gescher–Reken–Velen.“