Liebe Gemeinde! 

Das Osterfest ist die Quelle und der Ursprung unseres christlichen Glaubens. Die Feier des Todes und der Auferstehung Jesu war der Anfang des Christentums, nachdem Jesus selbst nicht mehr auf der Erde war. Die Osternacht führt uns dabei sichtbar vor Augen, was Ostern für uns Christen bedeutet. 

Vieles in unserer Welt und in unserem Leben erscheint uns finster und unheimlich: der Krieg in der Ukraine und in vielen anderen Ländern der Erde, die nicht enden wollende Corona-Pandemie, die zunehmenden Wetterextreme und der Klimawandel, die Krise unserer Kirche und der Verlust von Altvertrautem, das Leid und der Schmerz im ganz persönlichen Leben, die Trauer um einen lieben Menschen, die Angst und Sorgen um die Zukunft, so vieles kann uns beängstigen. Wenn wir die entzündete Osterkerze in der Osternacht in die stockdunkle Kirche tragen, zeigt uns das, dass Christus wahrhaftig das Licht der Welt ist, das alle Finsternis in unserem Leben erhellen will. Auch wenn es oft nur ein kleines Licht ist, so kann es doch ein Hoffnungsschimmer für unser Leben sein. Und die Osterkerze wird ja nicht einfach in die Kirche hineingetragen. Das Licht der einen Kerze wird weitergegeben an all die vielen kleinen Kerzen, die die Gottesdienstbesucher in den Händen halten. Das soll uns daran erinnern, dass wir alle als Christen Lichter der Hoffnung in der Welt sein sollen. So wie wir in der Kirche unsere Lichter weitergeben, so sollen wir auch durch unser christliches Leben im Alltag Hoffnungslichter für unsere Umwelt sein. Die Menschen sollen an uns sehen können, dass wir als Christen eine Hoffnung haben, die größer und stärker als alle Dunkelheit unserer Welt und unseres Lebens ist. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des gesamten Seelsorgeteams ein frohes und gesegnetes Osterfest. 

Ihr Pastor Thomas Hatwig