Die Coronakrise fordert uns alle heraus.

Wir möchten Sie einladen, diese stillen Tage auch als eine Zeit des Gebetes zu nutzen. Vielleicht tatsächlich mal wieder mehr zu beten, unseren herrlichen Kreuzweg zu gehen, beim Rosenkranz an liebe Menschen zu denken oder mehr in der Bibel zu lesen. Sicherlich gibt es auch etwas, das Sie als geistliches Tun für sich und Ihre Familie in diesen Tagen neu- oder wiederentdecken können.

Wenn Sie sich fragen, wie es gehen kann, zu Hause in der Familie mit den Kindern zu beten, so finden sich auf dieser Seite des Bistums Münster gesammelte Angebote und Anregungen, die Ihnen in Ihrem Alltag und in Ihrem geistlichen Leben helfen können: Hinweise zu Gottesdienstübertragungen, Gebetsvorschläge und Hinweise auf praktische Hilfen in Zeiten der Krise. Die Seiten werden laufend ergänzt.

Die Priester unserer Gemeinde feiern weiterhin stellvertretend für die Rekener Gläubigen die heilige Messe und beten für die Lebenden und Verstorbenen unserer Pfarrei St. Heinrich, das heißt ohne Beteiligung von Gläubigen und sicherlich öfter zu ungewöhnlichen Zeiten. In dieser Situation ist gerade die Feier der Eucharistie unser unvertretbarer Auftrag als Kirche, um die Sorgen der Menschen vor Gott zu bringen (schreiben Sie diese gerne in die Fürbittbücher) und ihnen auch weiterhin geistlich nahe zu sein. Die Gläubigen sind von der Sonntagspflicht befreit.

Nutzen Sie gerne die Angebote der Gottesdienstübertragungen im Fernsehen, Radio oder Internet. Täglich wird um 8:00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus dem St.-Paulus-Dom und um 18:00 Uhr die Feier der heiligen Messe aus der St. Lamberti-Kirche in Münster im Internet übertragen.

Ebenso wird von montags bis samstags um 11:30 und samstags um 18:30 Uhr die Messe aus der Wallfahrtsbasilika St. Marien, Kevelaer übertragen.

Alle öffentlichen Feiern der Kar- und Ostertage haben zu unterbleiben. Damit wird – erstmals überhaupt – den Gemeinden und Priestern die Feier des Gedächtnisses des Leidens, Sterbens und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus nicht möglich sein. Was diese Situation geistlich bedeuten bzw. wie diese Situation verarbeitet wird, lässt sich kaum erfassen. Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung hat mit Datum vom 19. März 2020 angesichts der außerordentlichen Situation in diesem Jahr ausnahmsweise allen Priestern die Erlaubnis erteilt, das österliche Triduum – entgegen der uralten Tradition der Kirche – ohne die Teilnahme von Gläubigen zu feiern. Am Mittag des Palmsonntags werden in unseren Kirchen gesegnete Palmzweige mit den Passionstexten zum Mitnehmen ausliegen. Am Karfreitag werden an der ersten Kreuzwegstation (Michaelstraße /Ecke Ludgeristraße) wieder Hefte mit Texten zum Beten des Kreuzweges ausliegen. Am Ostersonntag finden sich in den Kirchen gesegnete Osterkerzen, die gegen eine Spende mitgenommen werden können. Auch für Familien gibt es die Möglichkeit die Kinderkarwoche zu sich nach Hause zu holen. Dazu beachten sie bitte neue Hinweise Anfang nächster Woche auf unserer Homepage oder auf unserer Seite bei Facebook.

Die Übertragungen aus dem Dom zu Münster und anderen Kirchen sind eine Möglichkeit. Hinzukommen müssen sicherlich weitere Formen, wie insbesondere die Gläubigen miteinander diese Tage geistlich begehen können. Parallel dazu plant auch der WDR momentan eine geeignete und leicht zugängliche Übertragung einer Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstagabend, einer Karfreitagsliturgie am Nachmittag des Feiertages und einer Osternacht.

Viele ältere Menschen, die ansonsten sehr regelmäßig unsere Gottesdienste besuchen, können wir über das Internet oder Broadcast-Listen nicht erreichen. Daher unsere große Bitte, dass Sie diese Informationen möglichst weit verbreiten, bei Oma und Opa, bei der netten älteren Dame in der Nachbarschaft,…

Schauen Sie gerne auch auf unsere Facebook Seite für Anregungen.

„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht. Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht“ (GL 365) An dieses Lied aus Taizé muss ich in den vergangenen Tagen oft denken. Sie haben sicherlich auch schon die Melodie im Kopf. Als junger Erwachsener habe ich abends oft stundenlang in der Kirche von Taizé gesessen bis dieses Lied kam und ich es mit vielen anderen Jugendlichen singen konnte. Nicht selten habe ich dabei die Zeit vergessen und es nicht mehr rechtzeitig zum „Oyak“, zum gemütlichen Tagesausklang geschafft. Dieses Lied gibt Mut und stärkt das Vertrauen, dass der Allmächtige uns leitet und beschützt. Gerade in diesen extremen Zeiten, da Vieles um uns herum ins Wanken zu geraten scheint, dürfen wir als Christen in der gläubigen Hoffnung leben, dass Gott uns nie allein lässt.

Bleiben wir im Gebet verbunden!